Archiv der Kategorie: Ratgeber

Fachchinesisch in einfachen Worten erklärt – natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten ;-)

Einen ETF-Sparplan mit comdirect einrichten

In diesem Beitrag erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie sich bei der comdirect einen ETF-Sparplan einrichten.

Klicken Sie hier, um bei der comdirect ein kostenloses Depot zu eröffnen.*

Auf der Startseite von comdirect klicken Sie unten auf Depot eröffnen und füllen bitte alle vorgegebenen Felder aus.

Nach erfolgreicher Anmeldung und Legitimierung haben Sie nun ein Depot und können jetzt direkt loslegen.

– Loggen Sie sich ein.

– Klicken Sie jetzt oben zuerst auf „Informer“ und dann darunter auf „ETFs

Bild Quelle: Eigene Darstellung. Screenshot von comdirect.

– Hier können Sie sich einen passenden ETF aussuchen. Ich selbst nutze z.B. den iShares Edge MSCI World mit der WKN: A1J781

Der hat die letzten Jahre eine hervorragende Performance hingelegt und das bei laufenden Kosten von gerade mal 0,3% !

– Wählen Sie Ihren ETF aus oder geben Sie ganz oben bei „Wertpapiersuche“ die entsprechende WKN ein.

– Sie landen auf der Übersichtsseite des ETFs. Klicken Sie rechts auf den Button „Sparplan“ .

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– Hier tragen Sie die monatliche Sparrate ein. Die kann jederzeit geändert oder pausiert werden! Klicken Sie danach auf „weiter“.

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– Als nächstes kommen Sie zu einer Übersicht. Sie können nochmal prüfen, ob es sich um den richtigen ETF handelt und ob die Sparrate stimmt. Bei Bedarf könnten Sie weitere WKNs/ETFs hinzufügen, der Sparbetrag würde sich dann auf die einzelnen ETFs verteilen. Das macht eigentlich nur bei größeren Sparraten von mehreren hundert Euro im Monat Sinn. Ist hier alles in Ordnung, klicken Sie bitte auf „weiter“.

– Auf der nächsten Seite können Sie einen Haken setzen, wenn Sie eine Dynamisierung möchten. Ich selbst nutze diese nicht, weil man seine Sparraten sowieso jederzeit nach Belieben ändern kann. Den Schieberegler unter „Verkaufsprospekte“ stellen Sie bitte auf grün, sonst geht es nicht weiter.

– Jetzt haben Sie es fast geschafft! Geben Sie Ihrem Sparplan einen Namen. So kommen Sie nicht durcheinander, falls Sie später noch andere Sparpläne anlegen wollen. Legen Sie fest, wann der Sparplan starten soll. Sie können auch einen Endpunkt festlegen. Das brauchen Sie aber nicht, da Sie Ihren Sparplan jederzeit nach Bedarf stoppen oder löschen können. Tragen Sie jetzt noch ein, von welchem Konto Ihre monatliche Sparrate abgebucht werden soll.

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– Klicken Sie auf „weiter“ und bestätigen Sie Ihren Sparplan nun mit Photo-TAN (oder SMS-TAN). Herzlichen Glückwunsch! Sie haben einen ETF-Sparplan, der Ihnen sicher viel Freude machen wird!

Wie bereits erwähnt, haben auschließlich Sie selbst die volle Kontrolle über diesen Sparplan. Sie können ihn jederzeit ändern, pausieren, stoppen, oder sogar Sondereinzahlungen vornehmen, z.B wenn Sie Ihr Weihnachtsgeld oder ähnliches investieren möchten. Denken Sie aber immer daran: Ein ETF-Sparplan sollte langfristig, am besten über 10 Jahre lang, bespart bzw. gehalten werden.

 

Rendite

Rendite kommt von Risiko, oder: Der risikolose Zins

Ich sage es Ihnen vorweg: Es gibt den risikolosen Zins, aber er beträgt genau 0%!

Der deutsche Sparer scheut das Risiko. Das war gefühlt schon immer so und im Gegensatz zu beispielweise den Amerikanern, die ihre Altersvorsorge fast durchgängig auf Aktien aufbauen, mag der Deutsche genau diese gar nicht.
Noch gebrannt von der Aktion in den 90ern, bei der ein ehemaliger Fernsehkommissar lautstark Werbung für eine T-Aktie machte, welche danach zuerst hoch stieg und dann tief fiel, scheut der kleine Sparer die Aktien und alles was damit zu tun hat nun wie der Teufel das Weihwasser.

Doch es war auch nicht nötig irgendwelche Risiken einzugehen, denn es gab viele Jahre hervorragende Zinsen auf komplett risiokofreie Produkte wie z.B. dem Bundesschatzbrief. 5% Zinsen und mehr waren damals kein Problem, bei einem Risiko von 0. Bevor Sie nun nachgoogeln – er wurde 2013 eingestellt. Doch auch auf Tagesgeld oder Anleihen konnte man sein Geld lukrativ parken und sich zurücklehnen. Diese Zeiten sind leider vorbei und Grund dafür ist die schon seit Jahren anhaltende Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB).

Sie sehen also: Heutzutage werden Sie nur mit dem Einsatz von Risiko mit Rendite belohnt. Vereinfacht kann man sagen: Je höher das Risiko, desto höher die Rendite.
Wichtig ist also genau abzuwägen, was man will.

Die von mir auf diesem Blog vorgestellten Produkte haben meiner Meinung das beste Risiko/Rendite-Verhältnis. Bei einem breit gestreuten ETF beispielsweise sinkt das Verlustrisiko von Jahr zu Jahr, je länger Sie ihn halten. Ab 10 Jahren liegt das Risiko dann statistisch gegen 0. Belohnt werden Sie dafür mit einer Durchschnittsrendite von 8-9%!
Risiko lässt sich also gut managen und wenn man sein Geld geschickt anlegt, dann lässt sich nicht nur die Inflation von (angeblich) 1,4% ausgleichen, sondern Sie können Ihr Geld real vermehren.
Man sollte generell nicht alle Eier in einen Korb legen, sondern immer streuen, so vermindert man seine Risiken weiter.

Fazit:
Den risikolosen Zins gibt es nicht mehr. Der EZB sind die Hände gebunden und sie kann und wird die Zinsen die nächsten Jahre (eher Jahrzehnte) mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht erhöhen.
Sämtliche konservativen Produkte, welche Sie noch von früher kennen, funktionieren daher nicht mehr, sondern sind eher schädlich.
Es gibt rentable Produkte, doch die werden Ihnen von Bankern oder Versicherungsvertretern nicht empfohlen, weil die daran nichts verdienen.

Bedenken Sie, dass 0% Zinsen nicht einfach nur keine Rendite für Ihr Geld sind, sondern Sie dadurch Jahr für Jahr Geld verlieren. Ihre Kaufkraft schmilzt jährlich um die Inflation von mindestens 1,4%, was einer Enteignung gleichkommt.
Warten Sie nicht darauf, dass Ihnen irgendjemand Zinsen schenkt, denn das wird nicht mehr passieren, sondern kümmern Sie sich jetzt aktiv um ihre Finanzen und denken Sie an Ihre Zukunft!

Das Tagesgeldkonto – die bessere Matratze

Jahrelang war das Tagesgeldkonto eine sehr beliebte Anlageform in Deutschand. Die Vorteile lagen klar auf der Hand: Es gab ordentlich Zinsen und man konnte jederzeit auf das Geld zugreifen, war also sehr flexibel. Eigentlich die perfekte Geldanlage für den in der Regel sehr ängstlichen, konservativen deutschen Sparer. Doch das ist seit Jahren leider vorbei, denn selbst auf den besten Tagesgeldkonten bekommen Sie heute maximal 0,5% Zinsen. Das Tagesgeldkonto ist damit eine weitere Geldanlage, welche durch die Nullzinspolitik der EZB nicht mehr funktioniert und somit eigentlich unnötig geworden ist. Es eignet sich daher lediglich nur noch als Parkplatz für Ihr Geld, quasi als bessere Matratze. Dennoch parken immernoch Millionen Sparer Ihr Geld darauf, weil sie schlicht weg nicht wissen, was sie mit ihrem Geld sonst anstellen sollen. Der Satz „Es gibt ja sowieso keine Zinsen“ ist mittlerweile Standart geworden und man hat regelrecht resigniert.
Meine Meinung:
Das Tagesgeldkonto hat keine Funktion mehr und ist daher als Geldanlage ungeeignet.
Wenn Sie trotzdem Ihr Geld dort parken möchten, sollten Sie ganz genau vergleichen*.

Hier finden Sie eine richtige Aternative zum Tagesgeldkonto.

Die Riester-Rente ist keine gute Altersvorsorge

Statistisch gesehen werden wir, verglichen mit vorherigen Generationen, immer älter. Die gute Ernährung, ein hohes Wohlstandsniveau und eine Arbeitswelt, welche die Gesundheit der Arbeitnehmer/-innen betont („Work-Life-Balance“), sorgen für einen sehr guten Gesundheitszustand. Wir werden vermutlich auch im Alter noch Hobbies ausüben und ein aktives Leben führen können. Dazu brauchen wir natürlich eine auskömmliche Rente. Das Rentenniveau Netto vor Steuern liegt laut Wikipedia bis zum Jahr 2020 bei 46 Prozent und bis zum Jahr 2030 bei 43 Prozent.

Alt und arm
2002 wurde deshalb bereits die Riester-Rente eingeführt, da man im Zuge einer Reform der Rentenversicherung das Rentenniveau senkte. Der Bürger sollte nun auch privat vorsorgen, um die entstehende Lücke zu füllen.
Unterstützt wird das Ganze vom Staat mit Zulagen und Steuervorteilen.
So um das Jahr 2003 schien die Begeisterung für die Riester-Verträge fast schon ungebremst zu sein. Die ersten Anlegerinnen und Anleger hatten die Verträge abgeschlossen und die Zulage für das erste Jahr erhalten.
Klingt super, oder? Vergessen Sie es! Die Versicherungslobby hat hier mal wieder ganze Arbeit geleistet und jede Menge Geld verdient.

Die Stimmung trübte sich nach und nach ein. Warum? Hohe Gebühren, teilweise aggressives Vertriebsverhalten und mangelnde Detailinformationen ließen einen faden Beigeschmack entstehen und Kritik immer lauter werden..
Sehr viele Anbieter von Riester-Verträgen nutzen eine in vielen Branchen etablierte Werbemasche: Sie plakatieren lediglich die Höhe der Zuzahlung und rechnen diese bis zum Renteneintritt hoch. Nach dem Motto: Wer kann denn schon „Nein“ sagen, wenn Vater Staat einen sehr hoch aussehenden Betrag dazu schießt? Dazu noch der Hinweis auf mögliche steuerliche Gutschriften – ohne zu sagen, dass die Auszahlung am Ende mit Ihrem persönlichen Steuersatz versteuert wird.
Bei den allermeisten Verträgen zahlen Sie unterm Strich drauf, denn die mikrigen Zulagen werden von den Kosten für z.B. Vertrieb, Abschluss und Verwaltung regelrecht aufgefressen.

Je jünger, desto nachteiliger

So zitiert die renommierte Wirtschaftswoche, die garantiert nicht als banken- und unternehmerfeindlich angesehen werden kann, eine Studie der Verbraucherzentralen (hier geht’s zum Artikel). Dieser zufolge wären die Verträge sicher, aber teuer!
Als ersten Nachteil der meisten Riester-Verträge beleuchtet die Studie – beispielsweise bei 30 Jahren Laufzeit – jährliche Kosten zwischen 0,56 und 3,10 Prozent. Im Gegenzug würde das Geld „sicher“ angelegt werden. Dies bedeutet beispielsweise für einen Berufseinsteiger (Anfang der „20er“), dass er zum Rentenbeginn – also mehr als 40 Jahre später eine Rückzahlung erhalten würde, die mindestens aus Einzahlungen plus Zulagen besteht.
Im Klartext heißt dies: Der Anbieter garantiert lediglich eine Null Rendite, für die er den Anleger auch noch zur Kasse bittet.
Eine weiterer, gewaltiger Nachteil ist die lange Bindungsdauer der Riester-Rente. Sie sind damit sehr unflexibel und wer kann schon auf Jahrzehnte im voraus planen? Würden Sie aus einem privaten Grund Ihren Riester-Vertrag sich vorzeitig auszahlen lassen, dann schlägt der Gebühren-Hammer voll und ganz zu: Die einzige Möglichkeit ist eine Rückabwicklung unter Verlust der vom Staat gewährten Zulage.
Eine der wenigen Ausnahmen davon ist, wenn Sie sich einen Teil der Riester-Verträge sozusagen bei sich selbst ausleihen und damit eine Immobilie erwerben. Dann bleibt aber der Gebührennachteil erhalten und Sie müssten auch einen festen Rückzahlungsplan einhalten.
Einzige Möglichkeit nicht noch mehr Geld in einen bereits bestehenden Riester-Vertrag einzubezahlen wäre eine Unterbrechung der Einzahlungen für die Zukunft. Dann würden Zulagen & Co. für die bereits abgerechneten bzw. einbezahlten Kalenderjahre erhalten bleiben und der Vertragssaldo einfach in die Zukunft fortgeschrieben bzw. verzinst werden. Inklusive aller damit verbundener Nachteile. So ist das aktuell schon bei jedem 5. Vertrag geschehen (mehr Infos HIER).
Ähnlich nachteilig wirkt sich auch die Verknüpfung der Riester-Verträge mit Ihrer Steuer-ID aus: Wenn Sie beispielsweise für einige Jahre ins Ausland ziehen, können Sie keinerlei Neueinzahlungen in den Riester-Vertrag leisten, für die eine Zulage gewährt wird. Für diese ist – etwas zusammengefasst gesprochen – ein „Steuer-Wohnsitz“ im Inland erforderlich.

Als Fazit kann gesagt werden: Riester bedeutet hohe Gebühren, oft schlechte Rendite und eine fast lückenlose Abhebe- und Ausreisesperre für Ihr Geld!

Eine renditestarke Alternative zu einem Riester-Vertrag finden Sie in folgendem Beitrag:

Der ETF-Sparplan als Altersvorsorge

Es war einmal das Sparbuch

Wir kennen es alle und viele, vor allem die älteren unter Ihnen, werden vielleicht noch eins in der Schublade liegen haben: das Sparbuch! Als Kind hat man uns am „Weltspartag“ zur Bank geschickt, um das mühsam ersparte Geld auf ein Sparbuch einzuzahlen. Es gab noch kräftig Zinsen und man lernte spielerisch mit dem Geld umzugehen. Schön war’s!

Heutzutage ist das, Sie werden es sicher schon vermuten, keine gute Idee mehr! Es gibt einfach keine Zinsen mehr. Der Durchschnittszins auf Sparbüchern beträgt aktuell 0,1%.

Bei einer Inflation von ca. 2% verlieren Sie Jahr für Jahr an Wert und unflexibel sind Sie damit auch noch.

Viele Jahre  hatte man nun das Tagesgeldkonto als Alternative zum Sparbuch. Doch das ist nun seit geraumer Zeit leider auch keine Option mehr, wie Sie HIER nachlesen können.

Wenn Sie eine Vernünftige Alternative zum Sparbuch suchen, dann sollten Sie einfach mal hier schauen >>>