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Fachchinesisch in einfachen Worten erklärt – natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten ;-)

Ausgangssperre? Zeit, sich um Ihre Finanzen zu kümmern

Die Welt befindet sich in einer Krise und schuld ist ein Virus namens Corona. An diesem Wochenende soll sich entscheiden, ob es eine Ausgangssperre gibt. Vermutlich werden wir die bekommen und unser Leben, so wie wir es kennen, damit weiter eingeschränkt. Viele Firmen und Geschäfte mussten bereits schließen und bringen sowohl die Inhaber, wie auch die Angestellten jetzt in Bedrängnis. Auch die Finanzmärkte befinden sich weiterhin im freien Fall. Viele Gründe, sich spätestens JETZT um seine Finanzen zu kümmern!

Bild von Alexandra_Koch auf Pixabay

Sie sind von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen? Das ist hart und bedauerlich, aber stecken Sie jetzt bitte nicht Ihren Kopf in den Sand. Das wäre genau das Falsche! Was müssen Sie jetzt tun? Handeln Sie! Ihr Einkommen wird sich drastisch verringern, daher müssen Sie Ihre Kosten senken.

Wie ich bereits in diesem Beitrag ausführlich beschrieben habe, müssen Sie Ihre laufenden Kosten gründlich überprüfen und minimieren.

Die Bundesregierung hat mal wieder Hilfe in Form von vielen Milliarden versprochen. Das hört sich zwar zunächst ganz toll an, doch hier liegt die Krux im Detail. Es wir mal wieder den Großkonzernen geholfen, angeblich um Arbeitsplätze zu sichern. Wer bezahlt das letztlich? Der Steuerzahler! Wer zahlt hier in Deutschland hauptsächlich die Steuern? Nicht die Großunternehmen, denn die zahlen hierzulande dank vieler Steuerschlupflöcher fast gar keine Steuern. Das Land wird getragen von den kleinen Unternehmen und hauptsächlich vom Mittelstand, welcher die meisten Arbeitsplätze stellt und die höchste Steuerlast inne hat. Doch genau hierfür sind bisher fast keine Hilfen zu sehen (und auch nicht zu erwarten). Die Frage ist, wie lange ein System laufen kann, wenn die tragenden Säulen nicht unterstützt werden? Wir werden es sehen.

Das bedeutet: Sie sind mal wieder weitgehend auf sich alleine gestellt und können sich auf Ihre gewählten Politiker nicht verlassen!

Schauen Sie sich jetzt Ihre Kontoauszüge an und gehe Sie Schritt für Schritt alle Positionen durch! Senken Sie vor allem laufende Kosten wie Strom, Versicherungen, Abos usw. Nutzen Sie dazu Vergleichsrechner, um einfach und schnell zu wechseln und bares Geld zu sparen. Es ist jetzt die Zeit, sein Geld zusammenzuhalten. Vermeiden Sie die nächsten Wochen unnötigen Konsum. Machen Sie keine Schulden! In einer Finanzkrise sind Schulden doppelt schlecht. Sie wissen nicht, ob Sie Ihre Raten dauerhaft bedienen können. Zudem wissen Sie generell nicht, wie es weitergeht und im Falle einer Hyperinflation (Gott bewahre, aber nicht unwahrscheinlich), wird Ihr Vermögen, wenn Sie denn welches besitzen, zwar wertlos, Schulden bleiben aber bestehen und werden genau umgerechnet.

Sie haben einen „Systemrelevanten Job“, welcher sicher ist und bleibt? Glückwunsch und danke für Ihren Einsatz! Auch Sie sollten sich um Ihre Finanzen kümmern – jetzt mehr denn je! Sie haben die Möglichkeit, einige Euro im Monat zur Seite zu legen? Dann ist jetzt der perfekt Zeitpunkt, um einen ETF-Sparplan zu starten! Wie? Das erkläre ich Ihnen HIER. Der Vorteil bei ETFs: Ihr Geld steckt dann in echten Sachwerten (Unternehmensanteilen) und ist so viel sicherer vor Inflation oder Enteignung (ja, auch die kann theoretisch kommen!).

Sie haben eine größere Summe Erspartes auf einem Sparbuch oder Konto? Dann sollten Sie sich jetzt Gedanken darüber machen, wie Sie Ihr Geld in einen sicheren Hafen bringen. Ich bin zwar kein Hellseher, aber ich ich denke, der Euro wird es nicht mehr lange machen. Investieren Sie Ihr Geld klug in Sachwerte wie ETFs, Gold usw., um den Wert zu erhalten. Die Betonung liegt auf KLUG! Bleiben Sie ruhig und bedacht und folgen Sie nicht der Herde. Von Immobilien würde ich persönlich derzeit abraten, denn auch diese Blase könnte in Kürze als Folge der Krise platzen.

Fazit:

Gerade in einer Finanzkrise ist es wichtig, sich um sein Geld und den Erhalt seines Wohlstandes zu kümmern. Nehmen Sie sich die Zeit, glauben Sie nicht den Rattenfängern (Politikern, Bankern usw.), sondern übernehmen Sie selbst Verantwortung. Wie immer gilt: Verlassen Sie sich auf niemanden, außer auf sich selbst – und bleiben Sie gesund! 😉

 

 

Immobilien-Crowdfunding

Immobilien-Crowdfunding: gute Rendite oder Risiko? Lesen Sie hier meine Erfahrungen.

Crowdfunding ist seit Jahren in aller Munde und aus der Finanzierungswelt von Start-Ups nicht mehr wegzudenken. Denn mit der Schwarmfinanzierung lassen sich interessante Produkte und Geschäftsideen finanzieren, deren Business-Pläne sonst in den virtuellen Papierkörben von Kreditgebern gelandet wären. Seit kurzer Zeit sind auch einige Anbieter am Markt, die ihre Immobilien-Projekte mit dieser Finanzierungs-Methode verwirklichen. Das bietet auch für private Sparer eine interessante und lukrative Anlagemöglichkeit.

Was ist Immobilien-Crowdfunding?
Beim Immobilien-Crowdfunding bzw. Immobilien-Crowdinvesting wird ein Teil eines Bauprojektes durch viele kleine Geldgeber investiert. Dabei kann es sich um die Sanierung eines Altbaus, dem Neubau eines Wohnhauses, aber auch den Bau einer Klinik oder eines Bürogebäudes handeln. Viele Bauträger entscheiden sich für diese Form der Finanzierung, weil ihnen für die Gesamtfinanzierung ihrer Projekte zu wenig Eigenkapital zur Verfügung steht. Das durch Crowdfunding eingenommene Geld wird von den Banken als Eigenkapital gewertet und macht so die Finanzierung des geplanten Projekts für den Bauträger möglich.
Seit kurzer Zeit ist auch die Investition in sogenannte Bestandsimmobilien möglich. Dabei investiert man sein Geld in vollvermietete Zinshäuser und erhält in regelmäßigen Abständen einen Teil der Mieterträge ausgeschüttet.

Wie funktioniert Immobilien-Crowdinvesting?
Der erste Schritt zum Immobilien-Crowdinvesting ist die Suche nach einer geeigneten Plattform, auf der entsprechende Objekte angeboten werden, in die man investieren kann. Die Branche ist zwar noch jung, dennoch haben sich bereits diverse Anbieter am Markt etabliert.
Auf den Plattformen selbst sind die unterschiedlichen Projekte dargestellt, die zur Finanzierungsbeteiligung angeboten werden. Die drei entscheidenden Faktoren, die man bei der Wahl der Immobilie beachten sollte, sind der angebotene Zinssatz, die Laufzeit des Projektes sowie die Mindestbeteiligung.
Die Zinssätze bewegen sich je nach Immobilie dabei gewöhnlich zwischen 4 und 7,5 %, wobei europäische, aber nicht in Deutschland ansässige Plattformen, wie zB. Estateguru*, in der Regel deutlich mehr Rendite bringen (> 10%). Das liegt daran, dass deutsche Anbieter viel stärker reguliert werden, was sie zwar vermeintlich nicht sicherer macht, was aber wegen des erheblichen Aufwandes und der dadurch entstehenden Kosten auf die Rendite drückt. Dabei gilt wie bei den meisten Investments: je höher das Risiko, desto höher ist auch der Zinssatz. Vollvermietete Bestandsimmobilien haben meist einen geringeren Zinssatz, das Risiko eines Ausfalls ist hier aber eben auch deutlich geringer. Auf einigen Plattformen wird bei den einzelnen Projekten auch ein Rating vorgenommen, um das Risiko für die privaten Investoren transparenter darzustellen.
Die Laufzeiten variieren zwischen 12 und 48 Monaten. Einige Anbieter schütten die Rendite bereits regelmäßig während der Projektphase aus, während andere den investierten Betrag und die angefallenen Zinsen erst nach dem Ende des Projekts auszahlen.
Die Mindestbeteiligung bei der Investition startet bei vielen Projekten schon bei 250 Euro. Manche Anbieter fordern bei einigen Projekten aber auch eine höhere Einzahlung von bis zu 1.000 Euro.

Welche Vor- und Nachteile hat Immobilien-Crowdfunding?
Der deutsche Immobilien-Markt ist seit Jahren im Aufschwung und die Preise für Wohnraum boomen. Das ist als privater Mieter zwar unerfreulich, doch die Kehrseite der Medaille ist, dass man diese Preisentwicklung durch kluge Investments auch für sich nutzen kann. Doch der Immobilien-Markt ist heiß umkämpft und als Laie hat man es schwer, Fuß zu fassen und an aussichtsreiche Projekte heranzukommen.
Durch Immobilien-Crowdfunding ist es deutlich einfacher, in Immobilien zu investieren, als wenn man selbst eine Wohnung kauft und diese dann vermietet bzw. saniert und wieder verkauft. Wer mit den Tücken des Marktes nicht vertraut ist, findet hier eine einfache Möglichkeit, sich an lukrativen Projekten zu beteiligen. Natürlich geht das zu Lasten der Erträge. Wer den Markt gut kennt, kann mit eigenen Immobilien sicher mehr Geld machen, doch auch schnell viel mehr Geld verlieren.

Gegenüber anderen Investment-Möglichkeiten bietet Immobilien-Crowdfunding relativ kurze Laufzeiten bei gleichzeitig attraktiven Renditen. Zinsen in der Höhe, wie sie auf den genannten Plattformen angeboten werden, sind bei anderen Investitionen derzeit kaum am Markt zu bekommen. Wer sein Geld nicht ewig binden möchte, findet hier eine gute Möglichkeit, in Projekte mit recht kurzer Laufzeit schon ab zwölf Monaten zu investieren.

Doch man sollte sich natürlich von den hohen Zinsen nicht blenden lassen. Wenn das Projekt schief geht, muss der Bauträger möglicherweise Insolvenz anmelden und das Geld geht ganz oder zumindest teilweise verloren. Das geht oft schneller, als man denkt. Es kann beispielsweise zu Verzögerungen im Genehmigungsverfahren oder bei der Fertigstellung der einzelnen Wohneinheiten kommen. Wird das Bau-Budget überschritten, werden weitere Finanzierungsquellen erforderlich, um weiter bauen zu können. Findet sich niemand, der weiter in das halbfertige Projekt investieren will, wird auch nicht weiter gebaut.
Bei der Abwicklung der Rückzahlung haben Sie nicht gerade die besten Karten, denn bei dem Investment handelt es sich um ein sogenanntes nachrangiges Darlehen. Das bedeutet, dass es im Falle einer Insolvenz erst zu einer Rückzahlung Ihres investierten Geldes kommt, nachdem alle anderen nicht nachrangigen Gläubiger wie Banken und Lieferanten ihr Geld in voller Höhe erhalten haben.

Sinnvoll ist es daher, nicht alles auf eine Karte zu setzen und sein Geld nur in ein Projekt zu investieren, sondern das Kapital auf mehrere unterschiedliche Projekte aufzuteilen. Auch wenn es die Abwicklung ein wenig komplizierter und unübersichtlicher macht, empfiehlt es sich ebenso, auch bei unterschiedlichen Plattformen zu investieren. Denn natürlich unterscheidet sich auch die Qualität der Plattformen bei der Einschätzung der Wirtschaftlichkeit von den angebotenen Projekten.

Wie bei allen anderen Investments sollte man sich auch beim Crowdinvesting in Immobilien auf seinen Hausverstand verlassen. Das heißt: investieren Sie nur in Projekte, die Sie auch wirklich verstehen und lassen Sie sich dabei nicht von schönen Bildern und blumigen Beschreibungen blenden. Es gibt immer das Risiko eines Totalverlustes. Mit Weitsicht und dem entsprechenden Augenmaß ist Immobilien-Crowdfunding jedoch eine interessante und lukrative Anlagemöglichkeit.

Fazit: Ist Immobilien-Crowdinvesting empfehlenswert?

Ich persönlich würde diese Investitionsmöglichkeit NEUTRAL bewerten. Warum neutral?

Es ist keine schlechte Möglichkeit, sein Geld zu investieren, aber es gibt eben bessere:

Wer in Immobilien investieren möchte, der ist mit Immobilien-ETFs oder REITs deutlich besser, weil flexibler und vor allem sicherer aufgehoben. Lesen Sie bitte HIER meinen Beitrag dazu.

Wer sich generell für Crowdinvesting interessiert, der sollte sein Geld lieber in P2P-Kredite bei zB. Bondora* oder Mintos* investieren. Die Zinsen dort sind sehr lukrativ und man kann sein Geld dort wesentlich breiter streuen, was mehr Sicherheit bringt.

Wenn Sie trotzdem Ihr Geld in Immobilien-Crowdfunding anlegen möchten, dann sollten Sie lieber einen europäischen Anbieter wie zB. Estateguru* nehmen, weil Sie bei diesem Anbieter Zinsen von bis zu 12% bekommen und bereits ab 50,- Euro loslegen können. Bei deutschen Anbietern sind Sie in der Regel nicht sicherer aufgehoben, bekommen aber nur ca. die Hälfte an Zinsen. Meiden Sie Anbieter, welche überall agressiv Werbung schalten, denn das kostet viel Geld und Sie können sich sicher denken, wer das letztlich bezahlt bzw. von wessen Rendite diese Kosten dann abgehen!

Im nächsten Beitrag erkläre ich Ihnen Schritt für Schritt, wie das Geld anlegen bei Estateguru* funktioniert.

 

Finanzielle Planung für Berufsanfänger Teil 6

Geld – ein notwendiges Übel

Ihnen ist Geld nicht besonders wichtig? Mir auch nicht. Aber sind wir mal ehrlich: Wozu steht man jeden Tag auf und geht zur Arbeit? Aus Spaß am Beruf? Aus dem Drang heraus, sich selbst zu verwirklichen? Das mag bei so manch‘ einem sogar zutreffen. Aber würden Sie auch arbeiten gehen, wenn Ihr Boss Ihnen plötzlich kein Gehalt mehr zahlt? Nö? Natürlich nicht, denn von irgendwas muss man nunmal leben. Der Vermieter will jeden Monat pünktlich Kohle sehen und auch das Essen will bezahlt werden. Selbst bei der Tafel bekommen Sie nichts kostenlos. Geld ist ein notwendiges Übel, im wahrsten Sinne. Macht es glüklich? Das hängt vermutlich vom Typ Mensch ab. Manche definieren sich über Geld, andere sehen es als Werkzeug. Aber eines kann man dem schnöden Mammon nicht absprechen: er beruhigt ungemein!

5 Beiträge lang haben wir uns bereits intensiv mit unseren Finanzen beschäftigt. Fassen wir das Wichtige nochmal kurz zusammen:

Machen Sie keine Schulden!

Schulden sind immer eine Belastung. Zudem stellen sie ein Risiko dar. Sie könnten Ihre Arbeit verlieren und in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Bei einer Finanzkrise oder einem Crash des Finanzsystems sind zwar fast alle Vermögenswerte weg, doch Schulden bleiben natürlich! Es gibt normalerweise keinen Grund sich zu verschulden. Selbst die berühmte „kaputte Waschmaschine“ gibt es heutzutage bereits für kleines Geld zu kaufen. Lassen Sie sich durch niedrige Zinsen nicht in die Schuldenfalle locken. Die Freude am neu gekauften Produkt hält nur kurz, aber die Raten zahlen sie mitunter jahrelang ab. Überlegen Sie sich das ganz genau!

Kosten im Blick halten

Behalten Sie Ihre Kosten, vor allem die regelmäßigen, wiederkehrenden, im Auge. Schnell verliert man den Überblick und das Konto ist schon in der Mitte des Monats leer. Nehmen Sie sich einmal im Jahr ein paar Stunden Zeit, um laufende Kosten zu prüfen und ggf. die entsprechenden Anbieter zu wechseln. Im Internet wird einem das leicht gemacht und schneller kann man sein Geld nicht verdienen, als mit ein paar Klicks. Halten Sie ihr Geld zusammen!

Versicherungen

Die Deutschen lieben ihre Versicherungen. Die Versicherungswirtschaft freut es, denn denen geht es mehr als gut. Versichern Sie nur das Nötigste. Vergleichen Sie im Internet und lassen Sie sich nicht von einem Vertreter bequatschen. Der lebt schließlich von den Provisionen, die SIE bezahlen. Lassen Sie keinen Versicherungsvertreter, auch keinen von irgendwelchen „Vermögensberatungen“, in Ihr Haus. KEINEN. Die wollen nur verkaufen und den freundlichen Besuch bezahlt wer? Oftmals versuchen die Ihnen nur Angst zu machen, damit Sie sich gegen die Zombie-Apokalypse oder ein abstürzendes Ufo versichern. Sicher ist dann aber nur eins: Ihr Geld ist weg!

Konsum

Konsum macht Spaß, keine Frage. Den will ich Ihnen auch nicht verderben. Man muss aber unterscheiden zwischen Konsum und Verschwendung. Unnötiger Konsum schadet Ihnen ähnlich wie obengenannte Schulden und die beiden hängen auch oft zusammen. Legen Sie sich für Konsum idealerweise ein monatliches Budget fest und versuchen Sie das einzuhalten. Machen Sie nicht bei allen Trends mit und lassen Sie sich von der Werbung nicht zu sehr manipulieren.

Ein zartes Pflänzchen

Bild von RoboAdvisor auf Pixabay

So sollten Sie ihr Sparvorhaben sehen. Wenn Sie in jungen Jahren mit kleinen Beträgen beginnen und diese zum Beispiel in einen ETF-Sparplan ansparen, dann kann daraus über die Jahre ein mächtiger Baum werden. Das ist kein Hexenwerk, sondern ganz einfach Mathematik und liegt am exponentiellen Wachstum, den das regelmäßige Sparen und die lange Laufzeiten mit sich bringen. Lassen Sie niemanden zwischen sich und Ihr Geld! Damit meine ich: keine Versicherung, keinen Fondsmanager, keine sogenannten Berater. Immer, wenn Sie eine Person oder Firma zwischen sich und Ihr Geld lassen, schmältert das Ihre Rendite erheblich, denn die wollen ein Stück von Ihrem Kuchen abhaben. Durch den Zinseszinseffekt summieren sich die Kosten über die Jahre/Jahrzehnte zu einem riesigen Batzen, der Ihnen im Alter fehlt. Lassen Sie das nicht zu. Vertrauen Sie niemandem, wenn es um Ihr Geld geht.

Verlassen Sie sich auf niemandem, was Ihre finanzielle Zukunft angeht, auch oder gerade nicht auf den Staat. Übernehmen Sie selbst Verantwortung und bedenken Sie immer: Ihre Rente ist definitiv nicht sicher!

Die Finanztransaktionssteuer, der Olaf und die Grundrente

Bild von fsHH auf Pixabay

Da jetzt durch einen faulen Kompromiss die sogenannte Grundrente beschlossen wurde, braucht der Herr Finanzminister Kohle, um das Projekt zu finanzieren. Im wesentlichen soll das die neue, ab 2021 erhobene Finanztransaktionssteuer, welche ca. 1,4 Milliarden Euro in die Kassen spülen soll. Manch‘ einer wird jetzt denken: „Richtig so! Die armen Rentner sollen mehr Geld bekommen und es ist gut, dass die bösen Spekulanten zur Kasse gebeten werden!“ Leider trifft beides nicht zu. Lassen Sie sich durch die Mainstream-Nachrichten diesbezüglich bitte nicht täuschen.

Die Faktenlage sieht leider mal wieder anders aus:

Laut einer Altersstudie der Generali von 2017 geht es den aktuellen Rentnern im Durchschnitt so gut wie nie zuvor. Hohe Zufriedenheit und ein Haushalts-­Nettoeinkommen von durchschnittlich 2410 Euro im Monat sprechen für mich jedenfalls eine deutliche Sprache. Das Problem werden erst die zukünftigen Rentner-Generationen ab ca. 2025 bekommen, wie ich hier schon ausführlich beschrieben habe. Das letzte was die heutigen Rentner brauchen, von Ausnahmen natürlich abgesehen, sind weitere Wahlgeschenke, denn nichts weiter ist die Grundrente, zu Lasten der jüngeren Generationen. Das Ganze dann natürlich ohne Bedürftigkeitsprüfung, denn was kostet die Welt? Stattdessen soll eine Einkommensprüfung erfolgen. Das heißt im Klartext: Die Arztfrau, die 35 Jahre nur halbtags gearbeitet hat, bekommt die Grundrente, während die Friseurin, die nur 34 Jahre, dafür aber ganztags für wenig Geld geschuftet hat, sie nicht bekommt. Das nenn‘ ich mal eine politische Glanzleistung!

Nun könnte man denken: „Was solls, bezahlen werden das in diesem Fall wenigstens die richtigen, und zwar die Kapitalisten.FALSCH!

Die Finanztransaktionssteuer wird nämlich auf Aktien erhoben, so dass sie hauptsächlich den kleinen Sparer trifft. Zockende Banker, die mit sogenannten Derivaten spekulieren, müssen diese nicht abdrücken. Der kleine Sparer wird hier doppelt und dreifach abgezockt, denn die Börsensteuer greift nicht nur Aktien-Sparpläne, sondern auch Riester-Sparer mit einem Fondssparplan an. Sie werden sogar doppelt abkassiert,denn die Börsensteuer wird nicht nur beim Kauf der Fondsanteile anfallen, sondern der Fiskus würde ein zweites Mal zugreifen, wenn das Fondsmanagement die eingezahlten Sparraten investiert. Auch Mitarbeiter, welche sich mit Aktien an ihren arbeitgebenden Unternehmen beteiligen, werden zur Kasse gebeten. Doch das war leider noch nicht alles, denn die SPD will noch einen draufsetzen: Scholz plant, die Abgeltungssteuer in Höhe von pauschal 25% abzuschaffen. Gewinne müssten zukünftig dann mit dem persönlichen Steuersatz mit bis zu 45% versteuert werden, was dazu führt, dass eine private Altersvorsorge sich auch hier kaum noch lohnt. Danke SPD! Danke, Herr Olaf Scholz! Wir hoffen inständig, dass Ihr Eure Belohung dafür bei der nächsten Wahl bekommt. Der kleine Sparer wünscht Euch ein Wahlergebnis von unter 5%!

Der Cost Average Effect

Den Cost Avergage Effect einfach erklärt

Auf Deutsch bedeutet das der Durchschnittskosteneffekt. Bei einem Sparplan ist damit der ausgleichende Effekt gemeint, welcher entseht, wenn Sie bei gleichbleibender, monatlicher Rate unterschiedliche Fondsanteile kaufen, weil der Wert schwankt. Das heißt bei niedrigen Kursen kaufen Sie mit gleichem Sparbetrag mehr als bei hohen Kursen. Dadurch können Sie durch fallende Kurse langfristig profitieren, weil Sie unterm Strich damit mehr Fondsanteile für das gleiche Geld erhalten.

Bild: Eigene Darstellung

Auf der Grafik sehen Sie, dass Sie bei sinkenden Kursen deutlich mehr Wertpapieranteile in Ihr Depot bekommen als bei hohen Kursen. Ihr Depot wächst dadurch schneller und bei langfristig steigenden Kursen können Sie erheblich davon profitieren. Wichtig ist bei Sparplänen daher immer die Weitsicht. Langfristiges Anlegen, dh. über 10 Jahre, hat sich in der Vergangenheit an der Börse trotz aller Widerstände und Krisen stets gerechnet. Von Wertschwankungen sollte man sich als langfrister Anleger daher nicht abschrecken lassen, sondern sie als Chance sehen.