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Silber 2025 – jetzt einsteigen?

Einsteigerfreundlicher Leitfaden mit Chart

Einleitung
Silber erlebt 2025 eines der stärksten Jahre der letzten Jahrzehnte. In diesem Artikel erkläre ich leicht verständlich, warum der Silberpreis so stark gestiegen ist, wofür Silber gebraucht wird und wie Anfänger sinnvoll in Silber investieren können. Das eingebettete Chart zeigt die monatliche Preisentwicklung 2025 (illustrative Monats-Schlusskurse in USD pro Unze) — so siehst du den Verlauf auf einen Blick.

Der Silberpreis hat sich 2025 verdoppelt. Bild: Eigene Darstellung

Was zeigt das Chart?

Das Chart oben stellt die Monats-Schlusskurse von Januar bis Dezember 2025 dar (Werte in USD pro Unze). Du siehst:

  • Einen klaren Aufwärtstrend: der Preis steigt im Verlauf des Jahres deutlich an.
  • Kleine Zwischenbewegungen, aber insgesamt eine starke Rallye gegen Jahresende.
  • Zahlen über den Punkten zeigen die ungefähren Monatswerte, damit du die Größenordnung direkt ablesen kannst.

Kurze Erklärung für Anfänger: „Monats-Schlusskurs“ heißt, das ist der Preis am Ende eines jeden Monats — also ein einfacher Weg, um zu sehen, wie sich der Preis über die Monate verändert hat.


1. Warum ist Silber 2025 stark gestiegen? — Die wichtigsten Gründe einfach erklärt

Hier die fünf Hauptgründe in einfachen Worten:

1) Mehr Nachfrage aus der Industrie

Silber ist nicht nur ein Schmuck- oder Anlage-Metal — es hat viele technische Anwendungen. Besonders wichtig ist die Nachfrage aus:

  • Solarzellen: Silber wird in kleinen Mengen in Photovoltaik-Modulen eingesetzt und wird gebraucht, wenn viele Solarmodule gebaut werden.
  • Elektronik & Kommunikation: In Steckern, Kontakten und feinen Leitbahnen, weil Silber sehr gut Strom leitet.
  • E-Mobilität: Elektroautos brauchen ebenfalls Silber in bestimmten Bauteilen.

Wenn Industrie und „grüne Technologien“ wachsen, steigt die Nachfrage nach Silber.

2) Anleger und ETFs kaufen Silber

Es gibt Fonds (ETFs), die physisches Silber halten. Wenn viele Anleger in solche Fonds investieren, wird das physische Silber aus Lagerhäusern entnommen — das verknappt das Angebot kurz- bis mittelfristig und treibt Preise nach oben.

3) Angebot steigt nicht schnell genug

Neue Silberminen zu bauen dauert Jahre. Wenn die Nachfrage plötzlich stärker steigt, kann die Minenproduktion nicht sofort nachziehen. Außerdem ist Recycling begrenzt. Das führt zu Engpässen.

4) Makroökonomische Unsicherheit

Wenn Inflationsängste oder Sorgen um Banken/Finanzmärkte bestehen, suchen manche Anleger Sicherheit in Edelmetallen. Silber profitiert davon — allerdings stärker schwankend als Gold.

5) Spekulation und Momentum

Wenn Medien und Trader viel über steigende Preise sprechen, folgen weitere Anleger (Momentum). Das kann den Preisanstieg kurzfristig verstärken — und ebenso zu starken Korrekturen führen, wenn die Stimmung dreht.


2. Wofür wird Silber konkret verwendet? — Ganz praktisch

  • Photovoltaik (Solar): Leiterbahnen auf Solarzellen.
  • Elektronik: Kontakte, Lötstellen, Leiterbahnen.
  • Medizin: Antimikrobielle Oberflächen und bestimmte medizinische Geräte.
  • Schmuck & Besteck: Traditionelle Anwendungen.
  • Anlage: Münzen, Barren, ETFs, physische Lagerung.

Das heißt: Silber ist ein „Dual-Use“-Metall — sowohl für Industrie als auch als Anlage interessant.


3. Ist Silber für Anfänger geeignet? — Chancen & Risiken einfach erklärt

Chancen

  • Günstiger Einstieg als Gold (einfacher, kleinere Einheiten kaufbar).
  • Diversifikation: Silber kann helfen, ein Portfolio breiter aufzustellen.
  • Langfristiger Bedarf durch Solar & Elektronik könnte weitere Nachfrage bringen.

Risiken

  • Hohe Volatilität: Silber bewegt sich stärker als Gold. Große Schwankungen können dein Investment schnell kleiner oder größer machen.
  • Prämien & Lagerkosten: Beim Kauf von physischen Münzen/Barren zahlst du Aufschläge (Prämien). Für Lagerung können Kosten anfallen.
  • Spekulative Blasen: Wenn viele kurzfristig einsteigen, kann der Preis genauso schnell wieder fallen.

Einsteigerregel (Faustformel)

Eine Münze mit viel Potenzial! Bild: Eigene Darstellung

Viele Finanzberater empfehlen, nur einen kleinen Anteil (z. B. 1–5 %) des Gesamtportfolios in Edelmetalle zu halten — also nicht „alles auf Silber setzen“.


4. Wie kannst du als Anfänger Silber kaufen? — Konkrete Wege, leicht erklärt

  1. Physische Münzen oder Barren
    • Vorteil: Du besitzt das Metall direkt.
    • Nachteil: Beim Kauf Aufschlag, Lagerung nötig, ggf. Verkauf mit Spread.
  2. Physisch besicherte ETFs / ETCs
    • Vorteil: Handelbar wie Aktien, keine eigene Lagerung nötig.
    • Nachteil: Managementgebühren, ETF-Flows beeinflussen Preis kurzfristig.
  3. Mining-Aktien
    • Vorteil: Hebel an Metallpreis (Aktien können stärker steigen).
    • Nachteil: Firmenrisiken (Management, Produktion, Umweltprobleme).
  4. Zertifikate / Futures (nur für Fortgeschrittene)
    • Vorteil: Hebel & Flexibilität.
    • Nachteil: Komplex, riskant, nicht für Anfänger empfohlen.

5. Praktische Tipps vor dem Kauf (Checkliste)

  • Überlege dein Ziel: Kurzfristig spekulieren oder langfristig absichern?
  • Entscheide die Form: physisch vs. ETF vs. Aktie.
  • Rechne Nebenkosten mit: Prämien, Lagerung, Gebühren.
  • Teile deinen Kauf auf (z. B. monatlich) statt „alles auf einmal“ (Cost-Averaging).
  • Behalte Steuern und Meldepflichten im Blick (z. B. beim Verkauf von physischen Edelmetallen).
  • Setze nur einen Betrag ein, dessen Schwankungen du aushältst.

6. Beispiel: Ein einfacher Startplan für Einsteiger

  • Schritt 1: Lege fest, wie viel deines Gesamtvermögens du in Edelmetalle willst (z. B. 2 %).
  • Schritt 2: Wähle die Form — für Anfänger oft sinnvoll: ein physisch besicherter ETF + eine kleine Menge physische Münzen als „Notfall-Reserve“.
  • Schritt 3: Kaufe in zwei bis vier Tranchen über mehrere Wochen/Monate, um Timing-Risiko zu reduzieren.
  • Schritt 4: Lege ein Ziel und einen Plan fest: z. B. „Bei +40 % Gewinn verkaufe ich 50 % der Position“ oder „Langfrist halten für 5+ Jahre“.

7. Häufige Anfängerfragen (Kurz beantwortet)

Muss ich Silber physisch lagern?
Nein — ETFs bieten physische Abbildung ohne eigene Lagerung. Physische Silberkäufe erfordern aber Lagerung (zu Hause oder im Schließfach).

Ist Silber besser als Gold?
Nicht unbedingt. Silber ist volatiler und hat stärkere industrielle Nutzung. Gold gilt oft als sicherer „Wertaufbewahrer“. Viele Anleger halten beides.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Kaufen?
Niemand kann den perfekten Zeitpunkt vorhersagen. Daher sind regelmäßige kleine Käufe (Sparplan / Cost-Averaging) für Anfänger oft sinnvoll.


Schlusswort

Silber 2025 zeigt, wie stark ein Rohstoff steigen kann, wenn industrielle Nachfrage, Anlegerstimmung und Angebotsfaktoren zusammentreffen. Für Anfänger kann Silber eine attraktive Ergänzung zu einem diversifizierten Portfolio sein — solange du die höhere Volatilität, Nebenkosten und dein persönliches Risiko beachtest. Das Chart oben hilft dir, die Entwicklung im Jahresverlauf zu visualisieren; nutze es als Ausgangspunkt, informiere dich weiter und entscheide dann bewusst.

ETFs sind auch in Krisen eine gute Wahl

Ein ETF-Sparplan (Exchange Traded Fund) gilt als eine der sinnvollsten und zugleich einfachsten Möglichkeiten, langfristig Vermögen aufzubauen. Immer mehr Privatanleger entscheiden sich dafür, regelmäßig in ETFs zu investieren – und das aus gutem Grund. Denn ETF-Sparpläne vereinen viele Vorteile, die sie zu einer attraktiven Form der Geldanlage machen, besonders in Zeiten niedriger Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheiten.

Zunächst einmal bieten ETF-Sparpläne eine hohe Flexibilität. Anleger können bereits mit kleinen monatlichen Beträgen – oft schon ab 25 Euro – investieren. Dadurch ist es auch für Menschen mit begrenztem Einkommen möglich, Schritt für Schritt Kapital aufzubauen. Der regelmäßige Sparrhythmus sorgt außerdem dafür, dass man vom sogenannten **Cost-Average-Effekt** profitiert: Bei fallenden Kursen kauft man mehr Anteile für den gleichen Betrag, bei steigenden Kursen entsprechend weniger. Langfristig kann dies zu einem günstigeren Durchschnittspreis führen.

Ein weiterer großer Vorteil ist die **Diversifikation**, also die Streuung des Risikos. Ein ETF bildet in der Regel einen ganzen Index wie den MSCI World oder den DAX ab. Das bedeutet, dass man nicht nur in ein einzelnes Unternehmen, sondern in viele verschiedene Firmen gleichzeitig investiert. Damit sinkt das Risiko, durch die schlechte Entwicklung eines einzelnen Unternehmens hohe Verluste zu erleiden. Wer beispielsweise in den MSCI World investiert, beteiligt sich indirekt an über 1.500 Unternehmen aus rund 23 Industrieländern weltweit.

Hinzu kommt, dass ETFs deutlich **kostengünstiger** sind als aktiv gemanagte Fonds. Da sie passiv einen Index nachbilden, entfallen hohe Managementgebühren. Die Gesamtkostenquote (TER – Total Expense Ratio) liegt bei den meisten ETFs unter 0,5 Prozent pro Jahr, während aktiv verwaltete Fonds oft Gebühren von 1,5 Prozent oder mehr verlangen. Diese Gebührenersparnis kann über die Jahre einen erheblichen Unterschied bei der Rendite ausmachen.

Außerdem überzeugen ETF-Sparpläne durch ihre **Transparenz**. Da sie öffentliche Indizes nachbilden, ist jederzeit klar ersichtlich, welche Werte im Fonds enthalten sind. Die Wertentwicklung ist nachvollziehbar und orientiert sich an einem klaren Vergleichsmaßstab.

Nicht zuletzt spricht auch die **Liquidität** für ETFs. Sie werden wie Aktien an der Börse gehandelt und können jederzeit gekauft oder verkauft werden. Dies gibt dem Anleger die Sicherheit, im Notfall schnell auf sein Geld zugreifen zu können.

Zusammenfassend lässt sich sagen: ETF-Sparpläne bieten eine einfache, kostengünstige und risikoarme Möglichkeit, langfristig Vermögen aufzubauen. Wer regelmäßig spart, breit streut und Geduld mitbringt, kann mit dieser Anlagestrategie gute Chancen auf eine attraktive Rendite bei überschaubarem Risiko nutzen. Besonders für Einsteiger in die Welt der Geldanlage sind ETF-Sparpläne deshalb eine hervorragende Wahl.
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Der Weg des größten Schmerzes

Viele Menschen sind aufgrund der aktuellen Lage verunsichert, ob sie ihr Geld jetzt anlegen oder lieber warten sollen. Der DAX hat sich seit seinem Tiefststand vor einigen Wochen bereits wieder um ca. 40% erholt. Wer also im März mutig investiert hat, dessen Depot dürfte ordentlich im Plus sein. Doch im Nachhinein ist so etwas natürlich immer leicht zu sagen. Den perfekten Einstiegspunkt findet man in der Regel nicht. Zudem braucht es, wie oben bereits erwähnt, eine ordentliche Portion Mut, bei so einer Krise und Stimmung tatsächlich antizyklisch zu investieren!

Es kommen fast täglich Anfragen wie es denn nun weitergeht und ob man jetzt noch auf den fahrenden Zug aufspringen soll.

Hier die Antwort: Ich weiß es nicht! Ich habe keine Glaskugel und ich werde mich hüten, Ihnen in solch‘ unsicheren Zeiten Anlagetipps zu geben. Trotzdem habe ich natürlich eine Meinung, welche ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Wie ich persönlich weiter vorgehen werde, ist wie folgt:

Der DAX, hier stellvertretend für die „Börse“ (jaja, das stimmt nicht, weil die amerkanischen Indizes deutlich besser performen), ist seit seinem starken Knick wieder deutlich auf dem Weg nach oben.

Bild: Eigene Darstellung

Dieser Anstieg ist erstaunlich, sind die Zahlen aus der Wirtschaft doch verheerend. Selbst große, bisher gesunde Unternehmen, wie zum Beispiel Lufthansa, kämpfen ums Überleben und sind auf Staatshilfen, also Steuergelder, angewiesen. Zudem haben bereits viele Menschen ihre Arbeit verloren bzw. sind in Kurzarbeit. Warum steigen also die Börsen? Es liegt an den unglaublich vielen Milliarden, welche die FED, die EZB und die Regierungen in Umlauf bringen. Es wird Geld gedruckt, dass es nur so kracht und dieses Geld lässt die Aktienkurse steigen. Diese Billionen (!) Euro und Dollar werden uns mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um die Ohren fliegen. Die Rechnung wird kommen und Sie können sich sicher vorstellen, wer sie bezahlen muss? Zudem werden gerade alle Short-Seller (Spekulanten, die auf fallende Kurse wetten) aus dem Markt gedrückt, was die Kurse ebenfalls steigen lässt.

Wie geht es weiter?

Ich persönlich werde warten. Oben auf dem Bild sehen Sie 2 Szenarien, die eintreten könnten. Oben der grüne Pfeil setzt die Erholung fort und die Börsen erreichen neue Allzeithochs. Ich selbst bin da etwas pessimistischer und erwarte den Verlauf des roten Pfeils. Warum? Weil wir eine Wirtschaftskrise haben! Die Zahlen der Unternehmen sind eine Katastrophe. Gleichzeitig steigen jetzt viele Neulinge an der Börse ein und hoffen auf weiter steigende Kurse. Die Stimmung ist aufgrund der Lockerungen optimistisch, dass es bald wieder „normal“ weitergeht. Die Börse geht aber fast immer den Weg des größten Schmerzes! So wie jetzt die Short-Seller auf die Nase bekommen, werden dann vermutlich all‘ die Optimisten eine drauf bekommen, denn die Börse geht den harten Weg. Will heißen: Wenn alle steigende Kurse erwarten, werden sie fallen.

Die zweite Corona-Welle steht außerdem noch aus. Ich gehe von einer langen Abwärtsbewegung aus, die sogar neue Tiefs mit sich bringen könnte!

Auch können die Regierungen und Notenbanken nicht unendlich weiter Geld drucken. Die Staatshilfen werden nicht ewig halten und dann werden viele Pleiten folgen. Man mag sich gar nicht ausdenken was passiert, wenn durch die vielen Insolvenzen auch die Banken in Bedrängnis geraten…!

Sie haben in den letzten Wochen satte Gewinne gemacht? Dann sollten Sie sich jetzt überlegen, den Gewinn mitzunehmen und eventuell auszusteigen. Sie haben aufgrund der Lage gezögert? Ich sage es mal so: Lieber nicht investiert sein, als später jahrelang auf einem Verlust zu sitzen.

Es gilt wie immer: Lassen Sie sich nicht von Emotionen (ich muss jetzt dabei sein!) leiten. Folgen Sie nicht der Herde und beobachten Sie den Markt ganz genau, bevor Sie Ihr sauer verdientes Geld investieren! Halten Sie Ihr Geld zusammen und bleiben Sie gesund!

*Update* vom 10.11.2020

Es ist offensichtlich die grüne V-Linie geworden. Glückwunsch an diejenigen, die investiert waren. Ab jetzt ist wieder Vorsicht angesagt, denn nachdem die Wahl in den USA entschieden ist und gestern ein Impfstoff angekündigt wurde, haben wir nochmal mehrere Kurssprünge gesehen. Die wichtigen Indizes haben jetzt ihre Höchststände erreicht und teilweise sogar übertroffen. Wer also jetzt in Aktien oder ETFs investieren möchte, der sollte sich das genau überlegen und nur dann investieren, wenn er einen Anlagehorizont von mehr als 10 Jahren hat.

 

Crash an der Börse? Endlich!

Nach über 10 Jahren, in der die Börse nur eine Richtung kannte und ständig neue Höchststände zeichnete, findet jetzt endlich eine Korrektur statt. Ausgelöst durch zwei Gründe (Stand 10.03.2020), nämlich einem schwarzen Schwan namens Corona-Virus, den damit verbundenen Unsicherheiten, und dem daraus resultierenden Ölkrieg, sind die Börsen in weniger als 3 Wochen um bereits 25% abgestürzt.

Bild von Mediamodifier auf Pixabay

Folgendes spiegelt nur meine persönliche Meinung wieder und ist keine Empfehlung! Sie sind für Ihr Geld selbst verantwortlich. Denken Sie immer vor Aktionen diesbezüglich gründlich nach, folgen Sie NICHT der Herde und lassen Sie auf keinen Fall Angst oder gar Panik zu Ihrem Ratgeber werden!

Ich bin kein Prophet, aber ich gehe davon aus, dass die Indizes noch ein kräftiges Stück fallen werden, bevor es in die Erholung geht. Das kann durchaus noch einige Monate dauern!

Was bedeutet das für den privaten Anleger?

Das hängt natürlich in erster Linie von Ihrer persönlichen Situation ab.

Variante 1: Sie haben bereits einen ETF-Sparplan am laufen und Ihr Anlagehorizont beträgt noch mehr als 10 Jahre.

Machen Sie nichts! Lehnen Sie sich zurück und freuen Sie sich über die günstigen Preise, die Sie jetzt bekommen. Vielleicht denken Sie sogar über eine Erhöhung der monatlichen Sparrate nach, um den Cost-Average-Effekt voll auszunutzen!

Variante 2: Sie spielen schon geraume Zeit mit dem Gedanken, sich einen ETF-Sparplan einzurichten, trauen sich das jetzt aber nicht.

Großer Fehler! Genau jetzt ist der richtige Punkt einzusteigen. Diese Chance gibt es vielleicht alle 10 Jahre mal. Sehen Sie sich das Bild oben an! Investieren Sie, wenn die Preise unten sind und ernten Sie, wenn die Kurse oben sind. Den perfekten Einstiegspunkt ganz unten trifft man sowieso nicht, daher sollten sie JETZT loslegen. Bei einem Sparplan greift, wie oben bereits erwähnt, der Cost-Average-Effekt und Sie profitieren langfristig erheblich von diesem Crash.

Variante 3: Sie verfügen über eine größere Summe Geld, zB. ein Erbe, und wollen das in Aktien oder ETFs investieren.

Hier sollten Sie sehr bedacht vorgehen. Da keiner weiß wie tief es noch geht, sollten Sie das Geld in mehreren Tranchen investieren. Alles auf einmal zu investieren ist zu gefährlich, denn die Börsen könnten weiter fallen und dann brauchen Sie Jahre, bis sie den Wertverlust wieder drinhaben.

Variante 4: Sie sind schon viele Jahre an der Börse investiert und nun sehen Sie ihr Depot dahinschmelzen.

Das ist leider die denkbar schlechteste Variante. Eine Absicherung in Form eines „Stop Loss“ wäre hier angebracht gewesen. Die meisten Anbieter von Depots/Sparplänen bieten das an. Damit lassen sich Verluste begrenzen und Gewinne mitnehmen. Bei einem Anlagehorizont von unter 10 Jahren sollten Sie immer Ihr Depot absichern. Die Höhe müssen Sie für sich selbst entscheiden. Ich persönlich sichere mit 20% ab. Sie brauchen das Geld die nächsten 10 Jahre oder länger nicht? Dann sollten Sie sich genau überlegen, ob sie jetzt noch mit Verlust aus Panik verkaufen oder ob Sie das Ganze lieber aussitzen wollen.

Fazit:

Ein Börsen-Crash ist kein Weltuntergang, sondern ein Chance, sein Geld klug zu investieren. Lassen Sie sich von Nachrichten oder Politikern keine Angst machen, sondern gehen Sie wohl überlegt vor. Hören Sie nicht auf Crash-Propheten und bilden Sie sich stets Ihre eigene Meinung.

Am Ende möchte ich noch Carl Mayer von Rothschild zitieren: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“

 

 

 

Die Finanztransaktionssteuer, der Olaf und die Grundrente

Bild von fsHH auf Pixabay

Da jetzt durch einen faulen Kompromiss die sogenannte Grundrente beschlossen wurde, braucht der Herr Finanzminister Kohle, um das Projekt zu finanzieren. Im wesentlichen soll das die neue, ab 2021 erhobene Finanztransaktionssteuer, welche ca. 1,4 Milliarden Euro in die Kassen spülen soll. Manch‘ einer wird jetzt denken: „Richtig so! Die armen Rentner sollen mehr Geld bekommen und es ist gut, dass die bösen Spekulanten zur Kasse gebeten werden!“ Leider trifft beides nicht zu. Lassen Sie sich durch die Mainstream-Nachrichten diesbezüglich bitte nicht täuschen.

Die Faktenlage sieht leider mal wieder anders aus:

Laut einer Altersstudie der Generali von 2017 geht es den aktuellen Rentnern im Durchschnitt so gut wie nie zuvor. Hohe Zufriedenheit und ein Haushalts-­Nettoeinkommen von durchschnittlich 2410 Euro im Monat sprechen für mich jedenfalls eine deutliche Sprache. Das Problem werden erst die zukünftigen Rentner-Generationen ab ca. 2025 bekommen, wie ich hier schon ausführlich beschrieben habe. Das letzte was die heutigen Rentner brauchen, von Ausnahmen natürlich abgesehen, sind weitere Wahlgeschenke, denn nichts weiter ist die Grundrente, zu Lasten der jüngeren Generationen. Das Ganze dann natürlich ohne Bedürftigkeitsprüfung, denn was kostet die Welt? Stattdessen soll eine Einkommensprüfung erfolgen. Das heißt im Klartext: Die Arztfrau, die 35 Jahre nur halbtags gearbeitet hat, bekommt die Grundrente, während die Friseurin, die nur 34 Jahre, dafür aber ganztags für wenig Geld geschuftet hat, sie nicht bekommt. Das nenn‘ ich mal eine politische Glanzleistung!

Nun könnte man denken: „Was solls, bezahlen werden das in diesem Fall wenigstens die richtigen, und zwar die Kapitalisten.FALSCH!

Die Finanztransaktionssteuer wird nämlich auf Aktien erhoben, so dass sie hauptsächlich den kleinen Sparer trifft. Zockende Banker, die mit sogenannten Derivaten spekulieren, müssen diese nicht abdrücken. Der kleine Sparer wird hier doppelt und dreifach abgezockt, denn die Börsensteuer greift nicht nur Aktien-Sparpläne, sondern auch Riester-Sparer mit einem Fondssparplan an. Sie werden sogar doppelt abkassiert,denn die Börsensteuer wird nicht nur beim Kauf der Fondsanteile anfallen, sondern der Fiskus würde ein zweites Mal zugreifen, wenn das Fondsmanagement die eingezahlten Sparraten investiert. Auch Mitarbeiter, welche sich mit Aktien an ihren arbeitgebenden Unternehmen beteiligen, werden zur Kasse gebeten. Doch das war leider noch nicht alles, denn die SPD will noch einen draufsetzen: Scholz plant, die Abgeltungssteuer in Höhe von pauschal 25% abzuschaffen. Gewinne müssten zukünftig dann mit dem persönlichen Steuersatz mit bis zu 45% versteuert werden, was dazu führt, dass eine private Altersvorsorge sich auch hier kaum noch lohnt. Danke SPD! Danke, Herr Olaf Scholz! Wir hoffen inständig, dass Ihr Eure Belohung dafür bei der nächsten Wahl bekommt. Der kleine Sparer wünscht Euch ein Wahlergebnis von unter 5%!