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Fachchinesisch in einfachen Worten erklärt – natürlich im Rahmen meiner Möglichkeiten ;-)

Finanzielle Planung für Berufsanfänger Teil 5

Wir machen uns Gedanken um die Zukunft

In den letzten 4 Teilen haben wir uns intensiv um die Reduzierung unserer Ausgaben gekümmert. Zugegben, manche Vorschläge meinerseits waren etwas konservativ bis spießig. Das war Absicht, denn ich wollte Sie dazu bewegen, über Ihre Finanzen nachzudenken. Wenn Sie nur einen Teil dieser Vorschläge angenommen und umgesetzt haben, dann haben wir doch schon etwas erreicht, oder? Sie sollten jetzt monatlich mehr Geld auf dem Konto haben als vorher, und das bei gleichgebliebenem Lebensstandart. Nur durch Nachdenken und kluges Handeln stehen Ihnen jetzt finanzielle Mittel zur Verfügung, die sie anlegen können.

Bild von stokpic auf Pixabay

Als nächstes sollten wir uns nun Gedanken um die Zukunft machen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Pläne, welche über 5 Jahre hinaus gehen, schon Kaffeesatzleserei sein können, denn das Leben spielt leider nicht immer so mit wie man es plant. Trotzdem sollte man gezielt vorgehen und sich nicht beirren lassen.

Legen Sie eine Sparquote fest. Von Ihrem Netto sollten Sie 20% oder mehr monatlich sparen. Wenn Sie noch bei Ihren Eltern wohnen, dann natürlich deutlich mehr!

Eine einfache Vorgehensweise wäre folgende: Das Budget teilen Sie durch 2 und legen die eine Hälfte langfristig als Altersvorsorge und die andere Hälfte mittel- oder kurzfristig für Anschaffungen, die in naher Zukunft anstehen, an. Davon gibt es als junger Mensch in der Regel mehr als genug: Sei es ein Auto, eine Wohnungseinrichtung, der Urlaub oder die Hochzeit. Das kostet alles viel Geld und daher sollten Sie sich jeden Monat diszipliniert welches auf die Seite legen, selbst wenn aktuell nichts ansteht. So vermeiden Sie Schulden und beruhigend ist es obendrein, einen ordentlichen Notgroschen zu besitzen.

Zum Beispiel so:

Sie verdienen als Berufsanfänger 1800,- Euro netto, dann legen Sie 10%, also 180,-Euro, monatlich in einem ETF-Sparplan an und weitere 180,-Euro im Monat auf einer Alternative zu einem Tagesgeldkonto, bei der Sie gute Zinsen bekommen, aber trotzdem jederzeit über Ihr Geld verfügen können.

Ihre Rente ist gar nicht sicher!

Wer heutzutage unter 50 und kein Beamter ist, für den sieht es beim Thema Rente sehr schlecht aus. Das Rentenniveau wird bis 2030 auf 43% netto vor Steuern gesenkt. Damit erwartet Sie, bei durchschnittlichem Verdienst, nach heutigem Stand eine Rente, die nicht über Grundsicherungsniveau hinausgeht, egal wie fleißig Sie gearbeitet haben. Lassen Sie sich da bitte nicht von Ihrer Renteninformation, welche Ihnen jedes Jahr zugeschickt wird, täuschen! So schlimm wird es schon nicht sein? Doch! Lassen Sie sich eine Rentenberatung geben. Die deutsche Rentenversicherung bietet das kostenlos an. Danach haben Sie Gewissheit.

Jetzt, wo sie noch jung sind, können Sie die Weichen rechtzeitig stellen. Lassen Sie sich von niemandem zu Riester oder einer Kapitallebensversicherung überreden, denn die kosten nur Geld und bringen nichts.

Besparen Sie einen ETF über Jahrzehnte, damit sind Sie wesentlich besser dran.

Eine kleine Beispielrechnung:
Sie sind 25 und zahlen bis zur Rente mit 67 monatlich 180,-Euro in einen ETF-Sparplan ein. Würden Sie das mit eiserner Disziplin durchhalten und die Sparraten nicht verändern, dann hätten Sie, konservative 8% Rendite angenommen, bei Renteneintritt ein Vermögen von über 685000,- Euro. Die lange Zeit, das regelmäßige Sparen und der Zinseszinseffekt machen das möglich. Das schafft keine noch so toll klingende Versicherung. Passen Sie ihre monatlichen Sparraten mit der Zeit an Ihrem Gehalt an, welches in der Regel steigt, und machen Sie zwischendrin auch Einzahlungen außer der Reihe, zB. Prämien oder ein Teil Ihres Weihnachtsgeldes, dann schaffen Sie vermutlich ohne Probleme 1 Million bis zur Rente. Bei den Amerikanern sind so große Depots übrigens eher die Regel als die Ausnahme. Weil der Staat das dort mehr fördert und nicht schlechtredet (wie bei uns), gehen viele Amerikaner mit erheblichem Vermögen in den Ruhestand.

Fazit:
– Legen Sie zunächst Ihre Ziele fest.
– Legen Sie dann eine Sparquote fest.
– Legen Sie das Geld entsprechend der Ziele kurz-/ mittel- oder langfristig an.

– Halten Sie eisern Ihren Plan ein, auch wenn das durch verschiedene Lebensumstände manchmal hart sein kann. Sparen Sie diszipliniert und sichern Sie sich eine Zukunft, in der Sie nicht von Altersarmut bedroht sind.

– Schauen Sie sich ihre Investitionen einmal im Jahr an, überprüfen Sie die Höhe und passen diese ggf. an. Lassen Sie sich von Krisen und Schwankungen an den Finanzmärkten nicht verunsichern, denn durch das monatliche Sparen über viele Jahre nutzen Sie den Cost-Average-Effekt.

Im letzten Teil fassen wir nochmal alles zusammen und philosophieren ein wenig über Geld. Hier geht’s lang >>>

Das Märchen vom deutschen Wohlstand

Wir Deutsche leben in einer „Wohlstandsillusion“. Glauben Sie nicht? Lassen Sie mich Ihnen beweisen, dass wir nicht nur kein reiches, sondern in Wahrheit eines der ärmsten Länder in Europa sind. Doch wer hat die ganze Kohle? Ich kann Ihnen sagen, wer sie nicht hat: Sie und ich! Das Privatvermögen in Deutschland ist so niedrig, dass man es am liebsten nicht glauben möchte. Doch es handelt sich im Folgenden um Zahlen, die von der EZB im Rahmen einer Studie veröffentlich wurden. Die sind zwar schon etwas älter (2010), dürften an ihrer Aussagekraft aber leider nichts verloren haben!

Quelle: EZB / Bild: Eigene Darstellung

Das ach so reiche Deutschland, der Exportweltmeister, liegt im aussagekräftigeren Median auf dem letzten Platz! Ohne jetzt zu politisch werden zu wollen, möchte ich anmerken, dass vor uns Länder liegen, die schon mit Steuergeldern gerettet werden mussten, wie zB. Zypern und Griechenland!

Woran liegt das? Ich sehe da im wesentlichen zwei Gründe:

1. Der Deutsche besitzt kein Wohneigentum, sondern Deutschland ist das Land der Mieter. Laut Wiki lag die Wohneigentumsquote 2014 bei nur 45,5%, während sie im europäischen Durchschnitt bei 70,1% lag. Damit befinden wir uns auch wieder ganz weit unten im Vergleich. Das liegt zum einen an der deutschen Mentalität: Der „typisch“ Deutsche möchte gerne sorglos in Miete wohnen. Der Vermieter soll sich um alles kümmern. Die Politik hat sich darauf eingestellt bzw. das gefördert. Der Kündigungsschutz ist hoch und die Politik allgemein sehr mieterfreundlich. Die Deutschen lieben Sicherheit, auch wenn diese trügerisch ist. Die Kehrseite der Medaille: Das Wohnen wird immer teurer, weil die Mieten steigen und steigen. Das rächt sich jetzt und vor allem im Alter, wo wir alle mikrige Renten zu erwarten haben, denn das Rentenniveau Netto vor Steuern liegt bis zum Jahr 2020 bei 46 Prozent und bis zum Jahr 2030 bei nur noch 43 Prozent. Wer dann kein Vermögen aufgebaut oder etwas geerbt hat, der kann sich jetzt schonmal bei der Tafel anstellen. Zum anderen liegt das an der hohen Abgabenlast, was uns zu Punkt 2 führt.

2. Wo nix ist, kann man nix sparen. Auf diesem Planeten gibt es nur einen einzigen Industriestaat, der eine höhere Abgabenlast hat als Deutschland, und das ist Belgien. Schauen Sie sich dazu bitte die folgende Grafik an.

Bild:© OECD

Ich muss zugeben: Ich war geschockt, als ich diese Zahlen zum erstenmal sah! Da kann sich der kleine Sparer im Hamsterrad noch so abstrampeln – er wird zu nichts kommen. Ist das politisch so gewollt? Es sieht zumindest für mich stark danach aus!

Was bedeutet das konkret für uns als kleine Arbeitnehmer/ Sparer?

– Merken Sie sich das ganz genau, wenn Sie das nächste Mal zur Wahl gehen! Was die Politik da mit uns macht – denken Sie darüber nach und ziehen Sie daraus Ihre eigenen Schlüsse…..

– Sorgen Sie für Ihr Alter vor: Je früher und je mehr, desto besser! Verlassen Sie sich nicht auf ein eventuelles Erbe, denn das kann ganz schnell nach hinten losgehen. Meiner Meinung nach ist es nur eine Frage der Zeit, bis Vater Staat sich von diesem Kuchen ein größeres Stückchen abschneiden möchte zB. durch eine höhere Erbschaftssteuer. Zudem könnte der Erblasser vor seinem Tod zum Pflegefall werden. Ein eventuelles Erbe kann dann ganz schnell für Pflegekosten draufgehen.

– Verlassen Sie sich nicht auf andere! Verlassen Sie sich nicht auf den Staat und auf keinen Fall auf Ihre gesetzliche Rente, denn sonst laufen Sie sehr wahrscheinlich finanziell ins offene Messer!

– Kümmern Sie sich um Ihre finanzielle Zukunft und vor allem um Ihren Wohlstand im Alter selbst! Machen Sie sich ernsthaft und ehrlich Gedanken über Ihr Geld und stecken Sie Ihren Kopf nicht in den Sand nach dem Motto „Das wird schon!„.
Möglichkeiten, Ihr Geld sinnvoll anzulegen, finden Sie in der Kategorie Gute Geldanlagen.

Mintos Auto Invest Schritt für Schritt

Auf dieser Seite zeige ich Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr Geld mit Auto Invest bei Mintos investieren können.

Melden Sie sich zunächst bei Mintos an. Wenn Sie diesen Link* benutzen, bekommen Sie als Dankeschön einen Bonus von 0,5% auf Ihre Rendite obendrauf!

Nach erfolgreicher Legitimation loggen Sie sich bitte ein. Stellen Sie die Sprache ggf. auf Deutsch um (ganz unten rechts).

Klicken Sie oben auf Einzahlen, um das Geld an Mintos zu überweisen, das angelegt werden soll. Nach ein bis zwei Tagen sollte Ihr Geld bei Mintos angekommen sein.

Sehr schön, jetzt kann es los gehen!

Klicken Sie ganz oben zuerst auf Investieren, danach auf Auto Invest und hinterher auf Neue Strategie festlegen.

Bild: Eigene Darstellung/ Mintos*

Sie kommen auf eine Übersichtsseite, auf der sich vorgefertigte Strategien befinden. Wenn Sie eine davon wählen, dann müssen Sie auf der Folgeseite nur noch festlegen, wieviel Ihres Budgets in dieser Strategie angelegt und ob reinvestiert werden soll. Wollen Sie das Ganze etwas individueller, dann klicken Sie stattdessen oben auf Persönliche Strategie.

Bild: Eigene Darstellung/ Mintos*

Jetzt geht es ans Eingemachte! Bei der Einstellung Bewertung sollten Sie A bis maximal B- wählen. Die riskanteren Bewertungen C+ und D lassen Sie besser weg. Rechts bei Rückkaufgarantie wählen Sie ausschließlich Ja, denn damit sind sind Sie besser vor Verlusten geschützt.

Bild: Eigene Darstellung/ Mintos*

Scrollen Sie jetzt bitte ganz herunter.

1. Bei Zinssatz stellen Sie ein, wie hoch die Zinsen ausfallen sollen. Die Balken zeigen die zur Verfügung stehenden Kredite an.
2. Bei der Laufzeit sollten Sie 0 bis maximal 12 Monate wählen, damit Sie innerhalb eines Jahres wieder an Ihr Geld kommen, wenn Sie es brauchen.
3. Geben Sie hier einen Namen für ihre Strategie/ Ihr Sparvorhaben an.
4. Tragen Sie in dieses Feld Ihr Sparziel (nicht die von Ihnen angelegte Summe!) ein.
5. Geben Sie an, wieviel Sie maximal pro Kredit investieren wollen. Halten Sie den Betrag klein, denn so wird Ihr Geld besser verteilt (diversifiziert), was für mehr Sicherheit sorgt. Vernünftig sind hier ca. 10 bis 20 Euro.
6. Klicken Sie bei „Kredite einschließen, in die bereits investiert wurde“ auf Nein, das trägt noch mehr zur Streuung und damit zu Ihrer Sicherheit bei. Bei „Diversifikation“ und „Reinvestieren“ empfehle ich die Einstellung JA.
7. Setzen Sie einen Haken, wenn Sie mit den Bedingungen einverstanden sind (sonst geht es nicht weiter).
8. Klicken Sie den Button Speichern und aktivieren und schon gehts los. Herzlichen Glückwunsch!

Bild: Eigene Darstellung/ Mintos*

Ihr Geld wird jetzt von Mintos angelegt. Es kann etwas dauern, bis Ihre Investition nach Ihren Angaben auf die einzelnen Darlehen verteilt sind. Es vermehrt sich jetzt so lange, bis Ihr Sparziel erreicht ist oder Sie die Investition stoppen. Planen Sie beim Stoppen der Investitionen bitte stets Ihre gewählten Laufzeiten ein. In diesem Fall sind das maximal 12 Monate Vorlauf.

Richtig in Immobilien investieren

Hier zeige ich Ihnen, wie Sie Ihr Geld richtig in Immobilien investieren können, ohne dabei Schulden machen zu müssen. Ganz ohne Klumpenrisiko und selbst mit kleinen Beträgen können Sie vom sogenannten Betongold profitieren. Durch passive Anlage in REITs oder Immobilien-ETFs investieren Sie Ihr Geld in sichere Sachwerte und profitieren langfristig von Wertsteigerungen und Dividenden und bleiben dabei flexibel. Im Gegensatz zu offenen oder geschlossenen Immobilienfonds, bei denen Sie nur extrem schwer bzw. gar nicht herauskommen und dazu ein erhebliches Verlustrisiko tragen, können Sie ihre REIT- bzw. ETF-Anteile jederzeit verkaufen und wieder zu Geld machen.

Was sind REITs?

Bild: © moerschy/ Pixabay

REIT ist die Abkürzung für Real Estate Investment Trust. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form einer börsennotierten Immobiliengesellschaft. Um sich REIT zu nennen bzw. diese Gesellschaftsform anzunehmen, müssen sie sich strengen staatlichen Regulierungen unterwerfen. So dürfen REITs ihr Geld ausschließlich durch Veräußerungsgewinne und Vermietung von Immobilien verdienen, was sie dadurch von allgemeinen Immobilien-Aktien unterscheidet, die auch auf andere Geschäftsmodelle zurückgreifen können. REITs müssen 90% ihrer Gewinne in Form von Dividenden an die Anleger ausschütten, daür sind sie aber auch von Ertragssteuern befreit.

In Deutschland gibt es aufgrund der strengen Auflagen nur wenige REITS. Da wären Deutsche Konsum REIT (WKN: A14KRD), Hamborner REIT (WKN: 601300) und alstria Office REIT (WKN: A0LD2U).

REITs bieten für den Anleger viele Vorteile:
– Anteile können an der Börse leicht ge- und verkauft werden.
– Man kann in einzelne REITs schon mit geringen Beträgen invesitieren, z.B. durch einen Sparplan, dadurch ist eine Streuung auf verschiedene Branchen, Unternehmen und sogar Länder möglich.
– Es gibt eine garantierte Dividende.

Trotz allem sind REITs natürlich nicht komplett ohne Risiko, denn kommt der Immobilienmarkt in eine Krise, wie zuletzt 2008, dann können auch die Kurse der REITs fallen.

Daher ist Diversifizierung, also Streuung, auch bei Immobilien-Investments wichtig, denn unter Druck geraten nur selten alle Immobilienklassen (Hotels, Wohnimmobilien, Gewerbeimmobilien usw.) zur gleichen Zeit. Auch entwickeln sich die Märkte in verschiedenen Ländern unterschiedlich, so dass auch eine internationale Streuung Sinn macht.

Eine sehr gute Möglichkeit, das anzulegende Geld (und damit das Risiko) breit zu streuen, sind ETFs, welche sich auf Immobiliengesellschaften insgesamt und REITs spezialisiert haben und in viele verschiedene Aktien investieren. Ein weitere Vorteil von ETFs ist, dass sie als Sondervermögen gelten. Das bedeutet, selbst im schlimmsten Fall, der Insolvenz der Bank/des Emittenten, ist Ihre Anlage geschützt. In den USA gibt es weltweit mit Abstand die meisten REITs, weshalb mein Favorit der US iShares US Property Yield ETF (WKN: A0LEW6) ist, der in über 100 Immobiliengesellschaften investiert.

Bild: Eigene Darstellung/ comdirect*

Das Bild zeigt die Entwicklung des obengenannten ETFs der letzten 10 Jahre. Nach dem Einbruch durch die Finanz-/Immobilienkrise 2008/2009 hat sich der Wert sehr gut erholt und ist von damals ca. 9,-Euro auf ca. 29,-Euro gestiegen. Er hat sich in diesem Zeitraum also mehr als verdreifacht! Das liegt daran, dass sich der US-Immobilienmarkt in der Zeit prächtig entwickelt hat.

Wer noch breiter streuen möchte, der sollte sich den iShares Developed Markets Property Yield ETF (WKN: A0LEW8) anschauen. Dieser ETF investiert in alle klassischen Industrieländer, wie zB. Deutschland, Australien, Hongkong, Japan und natürlich die USA, und hat eine ähnlich gute Performance hingelegt.

Eine europäische Variante gibt es auch, z.B den Xtrackers FTSE Developed Europe Ex UK Property (WKN: A118P8), welcher unter anderem in deutsche, schwedische und französische Immobiliengesellschaften investiert.

Wie genau kann ich in einen Immobilien-ETF investieren?

Sie benötigen dazu ein Depot. Ein kostenloses Depot können Sie bei der comdirect* eröffnen. Dort geben Sie bei der Wertpapiersuche die WKN ein, z.B. A0LEW6, um ihr Geld in den US iShares US Property Yield ETF zu investieren.

Sie können entweder einen einmaligen Betrag in ETFs anlegen oder auch einen Sparplan einrichten und den ETF regelmäßig besparen. Wie das geht, können sie hier nachlesen >>>

Fazit: Wenn Sie mit dem Gedanken spielen, in Immobilien als Kapitalanlage zu investieren, dann sollten Sie das mit REITs oder Immobilien-ETFs machen. Sie sind die clevere Alternative zum Kauf einer teuren Immobilie, welche mit hohen Kaufnebenkosten, hohem Klumpenrisiko und schlechter Rendite daherkommt.

Finanzielle Planung für Berufsanfänger Teil 4

Teil 4. Sonstige, regelmäßige Ausgaben

Keine Angst, die Überschrift hört sich trockener an als es ist. Heute schauen wir uns die vielen kleinen, aber regelmäßigen Ausgaben an, die Stück für Stück unser Konto leeren, ohne dass wir dafür etwas vorweisen können. Einige Tipps werden vielleicht etwas spießig klingen – das sind sie leider auch! Geld sparen und vermehren soll nicht hip und trendy sein, sondern wohlüberlegt und geplant. Mit der gesparten Kohle können Sie dann immer noch coole Dinge machen: Langfristig anlegen zum Beispiel, um im Alter nicht von der Grundsicherung leben zu müssen, denn genau das droht Ihnen, wenn Sie nichts machen und sich auf die gesetzliche Rente verlassen!

– Girokonto

Sie bezahlen noch jeden Monat Gebühren für Ihr Girokonto?  Stellen Sie das jetzt ab. Einfacher kann man schon fast kein Geld sparen. Dank Wechselservice, den viele Banken als Hilfe anbieten, ist das auch keine große Sache mehr. Suchen Sie sich die passende Bank in unserem Girokonto-Vergleich* aus und in wenigen Minuten ist der Wechsel in die Wege geleitet. Viele Banken belohnen Sie sogar mit Neukunden-Bonus, kostenlosen Kreditkarten und mehr.

– Medien

– Benutzen Sie das Smartphone als Gebrauchsgegenstand oder als Prestigeobjekt? Ich versichere Ihnen, wenn Sie nur zum angeben immer das neueste Handy kaufen, dann ist das ein verdammt teurer Irrtum. Seien wir mal ehrlich: Sieht man überhaupt, ob es sich um den superduper-Apfel handelt oder sehen die Dinger mittlerweile nicht sowieso alle gleich aus? Sind die Bilder wirklich noch spürbar besser und die Geschwindigkeit im täglichen Betrieb viel schneller als beim Vorgänger-Modell? Ist Ihnen das jedes Jahr 1000,-Euro wert? Die kostet der Spaß nämlich und da ist es egal, ob Sie das Geld bar abdrücken oder einen Vertrag abschließen, der ja eigentlich nichts anderes als ein Kredit ist. Und wir haben gelernt: Schulden sind bäh!
Um noch spießiger zu werden: Mein Smartphone ist über 4 Jahre alt und darin befindet sich eine Billig-Flat* für ’nen 10er im Monat. Mich hat jedenfalls noch niemand deswegen schief angeguckt oder bemitleidet.

– Haben Sie noch ein Zeitschriftenabo? Lesen Sie das Heft noch oder kommt das nur noch aus Gewohnheit und Sie haben sich lediglich noch nicht dazu durchgerungen, das Abo endlich mal zu kündigen?

– Wie sieht es mit Streaming TV aus? Ich bin übrigens ein großer Fan davon. In letzter Zeit erscheinen aber immer mehr Streaming-Dienste und auf jedem gibt es mehr oder weniger gutes Programm. Wieviele haben Sie? Wieviel Fernsehen schauen Sie überhaupt? Lohnen sich die ganzen Abos oder könnte man das ein oder andere vielleicht kündigen? Können Sie sich eventuell die Zugänge und somit die Kosten mit Freunden/Verwandten teilen?

– Es kommt schon wieder ein Call of schießmichtot raus? Diesmal aber ganz wirklich noch realistischer und bunter. Brauchen Sie das neueste Spiel immer sofort? Mein Tipp: Kaufen Sie die Spiele frühestens 8 Wochen nach Erscheinungsdatum, dann sparen Sie in der Regel schon den halben Preis. Kaufen Sie die Spiele nicht digital, sondern als Disc, so lange das noch geht, denn dann können Sie, wenn sie das Game durch haben, es wieder zu Geld machen. Es gibt genügend Ankaufsdienste für sowas. Das Spiel so lange ins Regal zu stellen, bis es verstaubt und wertlos ist, macht keinen Sinn.

Bild: © Alexas_Fotos / Pixabay

– Beauty/Kleidung/Schuhe/Accessoires

– Gerade im Bereich Kleidung/Schuhe gibt es auch viele Einsparmöglichkeiten. Sind Sie markenaffin? Die Marken-Klamotten kommen aus exakt den selben Nähereien in Indien wie No-Name-Klamotten. Sie zahlen lediglich den Namen und das aufwendige Marketing, welches dahinter steht. Marken-Klamotten kosten oft ein Vielfaches, halten aber nicht länger, denn sie sind qualitativ in der Regel nicht besser. Glauben Sie, das winzige Label auf ihrem Shirt beeindruckt wirklich jemanden? Bei Schuhen gibt es aber durchaus häufig Unterschiede in der Qualität. Vermeiden Sie Fast Fashion, sondern versuchen Sie bei Kleidung etwas nachhaltiger zu werden. Ihre Geldbörse und die Umwelt werden sich freuen.

– Brauchen Sie die 100. Handtasche der Marke XYZ, um zuhause das Regal zu füllen? Ganz ehrlich: Welche Ihrer Handtaschen benutzen Sie regelmäßig? Das gleiche gilt natürlich für Schuhe.

– An die Damenwelt: Wie oft lassen Sie sich Ihre Fingernägel machen? Wieviel Geld geht da jeden Monat drauf? Ich bin zwar wirklich nicht der Fachmann für sowas, aber das Geschäftsmodell ist für die Nageldesignerinnen scheinbar sehr lukrativ. Jedenfalls scheinen mir viele Frauen in eine Art Abhängigkeit zu geraten, wenn sie damit erst einmal angefangen haben. Fragen Sie sich: Müssen diese künstlichen Fingernägel sein? Sieht das überhaupt gut aus? Müssen Sie so viel Geld jeden Monat ausgeben oder könnten Sie ihre Fingernägel auch selbst pflegen und sich so einen Haufen Kohle sparen?

– Auch Ihre Friseur-Besuche sollten Sie mal überprüfen. Wie oft gehen Sie? Lässt sich da sparen, beim teuren Färben z.B.? Leider bezahlen Frauen beim Friseur sowieso schon ein ganzes Stück mehr als wir Männer. Generell gilt: Je angenehmer die Atmosphäre im Salon, desto teurer. Das nette Gespräch, den leckeren Kaffee und natürlich die superschöne Deko bezahlen Sie! Sich schön unterhalten und Kaffee trinken können Sie auch mit ihrer Freundin und das kostet nichts. Die Friseurin ist nicht Ihre Freundin, sondern sie will und muss Geld verdienen, ebenso wie die obengenannte Nageldesignerin!

– Hobbys/ Sonstiges

– Wie steht es um Ihre Hobbys? Sind noch irgendwelche ungenutzten Abos und Mitgliedschaften in Vereinen aktiv? Das berühmte Fitnessstudio, welches Monat für Monat abbucht, obwohl Sie schon ewig nicht mehr trainiert haben? Dazu hatte ich hier schonmal etwas geschrieben.

– Kaufen Sie Ihre Putzmittel, Ihre Kosmetik oder Ihre Frischhaltedosen von der netten Freundin, die immer schöne Abende mit Sektchen macht oder zu einem Bruchteil des Preises im Discounter?

Sie wissen bereits, worauf ich hinaus möchte: Schauen Sie sich Ihre Ausgaben, auch und gerade die versteckten/vergessenen, ganz genau an! Bitte verstehen Sie mich nicht falsch: Ich möchte niemanden zum Frugalisten umerziehen, denn ich bin kein Freund von Extremen. Doch sehr viele Ausgaben kann man ganz einfach vermeiden, ohne dabei auf etwas zu verzichten!

Sie haben bis hierher gelesen? Super! Im nächsten Teil machen wir uns endlich an die Planung! >>>